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Book trifft auf Ex-Verein: Vom Perlentaucher zum BVB-Sportdirektor

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Stand: 06.11.2026 • 14:36 Uhr

Am Samstag empfängt Borussia Dortmund Bundesliga-Aufsteiger Elversberg. BVB-Sportdirektor Ole Book trifft dabei auf eine Mannschaft, die er fast neun Jahre maßgeblich zusammengestellt hat.

BVB-Sportdirektor Ole Book hat eine Gewohnheit. "Nach unserem Sieg gucke ich kurz, wie Elversberg gespielt hat", sagte der 40-Jährige nach der Partie gegen Hoffenheim. Am Samstag muss Book nicht aufs Smartphone schauen, wenn die SV Elversberg dem BVB in der Fußball-Bundesliga als Gegner gegenübersteht (Ab 15.20 Uhr live in der Radio-Reportage beim WDR).

Borussia Dortmund - der "Herzensverein"

Dass Ole Book bei Elversberg mitfiebert, ist verständlich. Fast neun Jahre hat er in unterschiedlichen Rollen für die Saarländer gearbeitet und gemeinsam mit dem Verein einen bemerkenswerten Aufstieg hingelegt.

Seit März ist Ole Book Sportdirektor in Dortmund. Geboren in Beckum, gerade einmal eine Autostunde vom Westfalenstadion entfernt, war er schon seit seiner Kindheit Fan von Borussia Dortmund. "Die Verbundenheit reicht so weit zurück, wie ich mich erinnern kann", sagte Book bei seiner Vorstellung.

Grundstein bei der SV Elversberg gelegt

Doch den Grundstein dafür, eines Tages beim großen BVB zu arbeiten, legte Book bei der SV Elversberg. 2017 kam er als Scout ins Saarland. Damals spielte Elversberg noch in der Regionalliga Südwest.

Schnell arbeitete sich Book die Karriereleiter hinauf und wurde erst Sportdirektor und anschließend Sportvorstand. Gemeinsam mit Horst Steffen und später Vincent Wagner formte er eine Mannschaft, die es aus der Regionalliga bis in die Bundesliga geschafft hat.

Woltemade, Asllani und Co. - Books Auge für Talente

Der rasante Aufstieg von Elversberg lässt sich auch mit Ole Books Gespür für Spieler erklären, deren Potenzial andernorts noch nicht vollständig erkannt worden war. Nick Woltemade etwa kam 2022 auf Leihbasis aus Bremen nach Elversberg.

"Da waren immer wieder so Momente, Pässe, Dribblings, dass wir uns dachten: Wow, das ist ein ganz besonderes Talent", sagte er einmal über Woltemade, der heutzutage bei Juventus Turin kickt. Auch Fisnik Asllani nutzte seine Leihe von Hoffenheim, um sich in der 2. Bundesliga zu empfehlen.

Genauso erging es Younes Ebnoutalib, der aus der Regionalliga nach Elversberg gewechselt war und dort mit seinen Toren auf sich aufmerksam gemacht hatte, ehe er den Sprung zu Eintracht Frankfurt und schließlich in die Nationalmannschaft schaffte.

Talentsuche: Book schaut auch ins Ausland

Genau diese Transferphilosophie soll Book auch bei Borussia Dortmund verfolgen. Hier hat er nun seinen ersten Transfersommer hinter sich. Trainer Niko Kovac lobt ihn als "Arbeiter", der praktisch nie eine Pause mache.

Anders als sein Vorgänger Sebastian Kehl, der Neuzugänge meist aus der Bundesliga zum BVB lotste, schaut Book ins Ausland. Zum Beispiel nach Griechenland (Konstantelias), in die Niederlande (Veerman) oder Belgien (Karetsas). Vor allem der 18-jährige Konstantinos Karetsas entpuppte sich in der noch jungen Saison als ein möglicher Unterschiedsspieler mit enormem Entwicklungspotenzial.

Borussia Dortmund war Books "berufliches Ziel"

Dass Ole Book, damals mitten in der Saison, von Elversberg nach Dortmund wechseln konnte, lag an einem Vertragsdetail. Er hatte sich eine Ausstiegsklausel in seinen Vertrag schreiben lassen, die ausschließlich für Borussia Dortmund galt.

"Es war ein berufliches Ziel, bei Borussia Dortmund zu arbeiten. Und ja, es war bestimmt ein Zeichen von Selbstvertrauen", so Book. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken lobte Books Weitsicht und holte wenig später mit David Blacha einen zweiten Funktionär aus Elversberg.

Rekordkulisse aus dem Saarland

Bekannte Gesichter wird Book am Samstag aber sicher nicht nur auf dem Rasen sehen. Rund 8.000 Elversberger haben Tickets für das Duell in Dortmund, für den Klub ein Rekord.

Trainer Vincent Wagner, selbst BVB-Fan, kannte das Stadion bisher nur von der Tribüne. "Jetzt kommt das Größte, was die Bundesliga zu bieten hat", sagt er. Auch Wagner trifft dabei auf seinen früheren Sportdirektor.

Ole Book freut sich auf das Wiedersehen: "Ich sehe unheimlich viele Menschen wieder." Dass man bei einem Gegner so viele Leute kenne, sei selten. Sportlich traut Book seinem Ex-Verein übrigens eine Menge zu. Er sehe eine Mannschaft, die für jeden gefährlich sein könne - und somit auch für Borussia Dortmund.

BVB ohne Guirassy gegen Elversberg

Hinzu kommt aus BVB-Sicht der Ausfall von Serhou Guirassy. Der Torjäger hatte sich im Champions-League-Spiel gegen Real Betis eine Zerrung zugezogen und muss vorerst pausieren.

Unsere Quelle:

Sendung: WDR.de, "Book mit dem BVB gegen seinen Ex-Verein", 06.11.2026, 14:26 Uhr

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