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Kultur: die neusten Meldungen

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Dies sind die neuesten Meldungen.

21.08.2026, 16.01 UhrAktualisiert

Nach einem verlorenen Prozess droht Prinz Harry und Elton John eine Millionenrechnung

Prinz Harry erscheint im Januar 2026 zum Kreuzverhör vor einem Gericht in London.

Tayfun Salci / Imago

(dpa) Der 41-jährige britische Prinz Harry, der 79-jährige Popsänger Elton John und weitere Mitstreiter müssen für den verlorenen Zivilprozess gegen den Verlag der Boulevardzeitung «Daily Mail» eine millionenschwere Rechnung begleichen. Wie das zuständige Gericht in London entschieden hat, belaufen sich die zu erstattenden Kosten der Gegenseite vorläufig auf umgerechnet etwa 11 Millionen Euro (9,5 Millionen Pfund). Die endgültige Rechnung könnte nach Einschätzung von Experten jedoch noch deutlich höher ausfallen.

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Sieben Prominente hatten in dem Prozess gegen den Verlag Associated Newspapers (ANL) wegen angeblich illegaler Recherchemethoden geklagt - und verloren. Der Verlag hat die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurückgewiesen. Der Richter hat den Beklagten recht gegeben; die Vorwürfe seien nicht ausreichend belegt worden, hat er entschieden, nachdem sowohl Harry als auch Elton John und andere ausgesagt hatten.

Konkret ist es dabei um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente gegangen. Harry war im Januar zum Kreuzverhör nach London gekommen. Dabei ist es teilweise auch emotional geworden: Zum Schluss der Aussage ist dem Prinzen die Stimme gebrochen, als er über die Presse gesagt hat: «Sie haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren.»

Prinz Harry führt seit Jahren einen regelrechten Feldzug gegen die «Tabloid Press», wie die britische Boulevardpresse genannt wird. Bei Zivilklagen gegen den Verlag des «Daily Mirror» und der «Sun» hat er mehr Erfolg gehabt.

Anthony Hopkins veröffentlicht Klassik-Album

Der Schauspieler Anthony Hopkins bringt ein Klassik-Album heraus.

AP

(dpa)/jsc. Anthony Hopkins ist eine Leinwand-Legende. Nun überrascht der zweifache Oscar-Preisträger mit einem Klassik-Album. Mit 88 Jahren erfüllt er sich als Komponist bei dem renommierten Label Decca Classics einen Lebenstraum.

«Musik war meine erste Sehnsucht, mein erster Wunsch. Ich habe mein ganzes Leben lang Musik komponiert. Einige dieser Stücke begleiten mich seit Jahrzehnten und ich ertappe mich immer noch dabei, wie ich zu ihnen zurückkehre», sagt Hopkins. Er habe schon als Kind Klavierspielen gelernt und sich als junger Mann Musik schreiben selbst beigebracht.

Das Album (Veröffentlichung am 21. August) mit zwölf Kompositionen hat den Namen «Life is a Dream». Für die Albumaufnahme arbeitete er mit renommierten Musikern. Gemeinsam mit dem venezolanischen Dirigenten Dudamel, dem Londoner Philharmonia Orchestra und Weltstars wie Pianist Sergio Tiempo aus Argentinien und Cellist Gregorio Nieto aus Venezuela wurde das Album im April im Londoner Alexandra Palace eingespielt.

Trauer um einen Rock-Veteranen: der langjährige Drummer der Rockband ZZ Top ist gestorben. Frank Beard wurde 77 Jahre alt.

imago stock&people

ZZ-Top-Drummer Frank Beard mit 77 Jahren gestorben

(dpa) Frank Beard, langjähriger Schlagzeuger der US-Rockband ZZ Top, ist tot. Heute hätten sie «einen grossartigen Freund und Mitarbeiter verloren, und die Welt hat einen von Natur aus innovativen Schlagzeuger und einen grossartigen und wahren Sohn von Texas verloren», gab Bandmitglied Billy Gibbons am Dienstag (18. 8.) auf Instagram bekannt. Der Sprecher der Band, Bob Merlis, schrieb in einer Mitteilung, dass sich Beard in Hospizpflege befand und auf seiner Ranch in Richmond in Texas im Kreis seiner Familie verstarb. Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt.

Die Gruppe um Frontman Gibbons befand sich aktuell in den USA auf der «The Big One!»-Tour. Anfang August hatten sie ein Konzert in Los Angeles kurzfristig abgesagt.

2021 war ZZ Top-Bassist Dusty Hill mit 72 Jahren gestorben. Für ihn kam Elwood Francis zu der Kultband dazu.

ZZ Top wurden im Sommer 1969 in Houston/Texas gegründet. Der kommerzielle Durchbruch gelang 1973 mit «Tres Hombres». Das dritte Studioalbum gilt heute als Klassiker. Sechs Alben veröffentlichen die Rocker allein in den 70ern. In Deutschland gaben sie damals vereinzelte Auftritte, in den USA absolvierten sie von 1976 bis 1977 die riesige «World Wide Texas Tour» mit fast 100 Konzerten.

Madonna im Juni 2026 am Times Square in New York.

Brendan McDermid / Reuters

MTV Video Music Awards: Madonna führt bei Nominierungen

(dpa)/ yas. Superstar Madonna geht in diesem Jahr mit den meisten Gewinnchancen in die Verleihung der MTV Video Music Awards. Mit elf Nominierungen führt die 68-Jährige die Kandidatenliste an. Die Pop-Ikone hatte im Juli mit «Confessions on a Dance Floor II» erstmals seit 2019 wieder ein Studioalbum herausgebracht und damit die Charts erobert.

Taylor Swift (36) folgt mit neun Nominierungen, darunter in der Top-Sparte für das Video des Jahres mit ihrem Hit «The Fate of Ophelia». Ariana Grande und Sabrina Carpenter können jeweils auf sieben Preise hoffen, Bruno Mars, PinkPantheress und Zara Larsson haben je fünf Gewinnchancen.

Die diesjährige Trophäen-Show soll am 27. September in Los Angeles stattfinden. Die Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen.

Kanye West zählt zu den am stärksten polarisierenden Musikern der Welt. So fiel er etwa wiederholt durch antisemitische Aussagen auf.

Javier Rojas / Imago

Kanye West plant Konzerte in Russland. Womöglich wird er dabei auch Wladimir Putin treffen

bho. Der umstrittene amerikanische Rapper Kanye West, auch bekannt als Ye, hat zwei Shows für Oktober in St. Petersburg angekündigt. Möglich sei auch ein Treffen des Musikers mit Kremlchef Wladimir Putin, wenn es in den Terminkalender des Präsidenten passe, sagte die russische Parlamentsabgeordnete Swetlana Schurowa. Zuvor hatten die Organisatoren mitgeteilt, dass West von einem solchen Treffen «träume».

Geplant sind die Auftritte in Putins Heimatstadt am 10. und 11. Oktober in der Gazprom-Arena, die nach dem gleichnamigen staatlichen Gaskonzern Gazprom benannt ist und bei Konzerten bis zu 80 000 Plätze bietet. Die günstigsten Tickets für umgerechnet rund 100 Euro seien binnen kurzer Zeit ausverkauft gewesen, wie russische Medien berichteten. Auch die ursprünglich für 160 000 Rubel (rund 1600 Euro) angebotenen VIP-Tickets seien nicht mehr zu haben.

Die Ankündigung des Stars hat in Russland auch in Kreisen kremltreuer Kräfte helle Aufregung ausgelöst. Der Parlamentsabgeordnete Nikolai Nowikow hat gefordert, dass der Rapper, wenn er schon in Russland Geld kassieren wolle, vor dem Auftritt seine «moralische Unterstützung» für den Krieg gegen die Ukraine bekunden solle. Sonst müsse das Konzert abgesagt werden.

Andere Abgeordnete wiederum haben dem Musiker eine Vorliebe für den Diktator Adolf Hitler vorgeworfen. Ultranationalisten der antiwestlichen Bewegung Sorok Sorokow haben angekündigt, die Texte des Rappers auf in Russland verbotene Inhalte - wie die Verherrlichung von Drogen - unter die Lupe zu nehmen.

Dagegen sagte die im Kulturausschuss des Parlaments tätige Abgeordnete Jelena Drapeko, dass sie dem Musiker «vor dem Hintergrund einer allgemeinen antirussischen Hysterie» im Westen dankbar sei für sein Kommen. Er habe viele Fans in Russland.

Hayden Panettiere war durch die Erfolgsserie «Heroes» sowie Filme wie «Scream» berühmt.

John Angelillo / Imago

Schauspielerin Hayden Panettiere 36-jährig gestorben

(dpa) Die US-Schauspielerin Hayden Panettiere («Scream 4», «Heroes» und «Nashville») ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Das berichteten die US-Sender ABC und Fox News sowie andere US-Medien unter Berufung auf eine Mitteilung ihres Sprechers. Die Umstände ihres Todes waren zunächst nicht bekannt.

«Mit tiefer Trauer geben wir den tragischen Tod unserer geliebten Hayden bekannt», zitierten ABC und andere Medien aus der Mitteilung. «Sie war ein unglaubliches Licht und eine Naturgewalt, die allen, die sie kannten - und den Millionen, die sie auf der Leinwand sahen -, unermessliche Liebe und Freude schenkte.»

Panettiere, die in den USA als Kinderstar begann und auf eine lange Karriere sowohl im Fernsehen als auch im Film zurückblicken konnte, bleibe vor allem durch ihre Rollen als Claire Bennet in der Erfolgsserie «Heroes» und als Juliette Barnes in der Musical-Serie «Nashville» in Erinnerung, schrieb ABC. In Deutschland war sie auch für ihre Beziehung zum früheren Box-Weltmeister Wladimir Klitschko bekannt, mit dem sie eine Tochter hat.

Im Mai hatte Panettiere eine Biografie herausgebracht. In dem Buch namens «This Is Me» schrieb sie unter anderem über eine postnatale Depression nach der Geburt ihrer Tochter und eine Alkoholsucht. Schon 2015 hatte Panettiere bekanntgegeben, sich wegen einer postnatalen Depression in ein Behandlungszentrum begeben zu haben.

Der rumänische Regisseur Florian Serban holt sich den goldenen Leoparden.

Jean-Christophe Bott / AP

Filmfest Locarno: Goldener Leopard für Film aus Rumänien

Beim diesjährigen Internationalen Filmfestival Locarno geht der Hauptpreis, der Goldene Leopard, an «Nu e locul tau aici» («Du gehörst nicht hierher») des rumänischen Drehbuchautors und Regisseurs Florin Serban. Der Spielfilm erzählt von der zerrütteten Beziehung eines alleinerziehenden Vaters zu seinem jugendlichen Sohn. Neben dieser Auszeichnung erhält die Sozialstudie auch eine lobende Erwähnung für den Schauspieler Teodor Butănescu in seiner ersten Hauptrolle als gewaltbereiter, fremdenfeindlicher Sohn.

Auch deutsche Filmschaffende können einen Erfolg vermelden: Die zweitwichtigste Ehrung des Festivals, den Spezialpreis der Jury, gewinnt die brasilianisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion «A Margem do Rio» («Das Flussufer»). Darin beleuchtet das brasilianische Regie-Duo Matheus Farias und Enock Carvalho eine schwule Liebesgeschichte, die von Intoleranz und Gewalt bedroht wird. Der Südkoreaner Hong Sang-soo wird für sein Kammerspiel «Nun Dul Dega Eomne» («Nirgends, da ich meinen Blick ruhen lassen kann») als bester Regisseur ausgezeichnet. In leisen Szenen wird die Schwierigkeit einer Familie reflektiert, offen miteinander umzugehen. Hauptdarstellerin Kim Min-hee wird zudem mit einem der genderneutral vergebenen Preise für eine herausragende Darstellung geehrt.

Einen zweiten Schauspielpreis bekommt die Italienerin Monica Bellucci für ihre Mutterrolle im italienischen Jugenddrama «Ketticè» («Chaos»). Dazu erhält Xavier Bergeron eine lobende Erwähnung für seine Interpretation eines Todkranken im kanadischen Thriller «Violence du corps de l'autre» («Gewalt gegen den Körper des Anderen») von Regisseur Denis Côté.

Alle Ehrungen wurden bereits am Samstagnachmittag in einer kleinen Zeremonie überreicht. Die Preisträger werden am Samstagabend auf einer Gala unterm Sternenzelt dem Publikum vorgestellt.

Der Schweizer Regisseur Nicolas Wadimoff porträtiert in Zürich.

Goran Basic / NZZ

Der Gaza-Dokumentarfilm «Qui vit encore» geht für die Schweiz ins Oscar-Rennen

(dpa) Die Schweiz reicht einen Dokumentarfilm über den Gaza-Krieg für das Rennen um den Auslands-Oscar ein. Das hat das Bundesamt für Kultur BAK in Bern bekanntgegeben. In dem Film «Qui vit encore» («Wer lebt noch») lässt der Filmemacher Nicolas Wadimoff neun Flüchtlinge aus dem Gazastreifen vor einem abstrakten schwarzen Hintergrund ihre Geschichten erzählen.

«Es ist ein Film, der direkt die Gefühle von Verlust, Entwurzelung und Zugehörigkeit anspricht, die alle Beteiligten teilen», hat es in der Begründung der Auswahljury für den Schweizer Beitrag zu den Academy Awards geheissen. Im Januar hatte «Qui vit encore» bei den Solothurner Filmtagen den mit 60 000 Franken höchstdotierten Filmpreis der Schweiz gewonnen.

Mitte Dezember wird die Oscar-Shortlist für 2027 bekanntgegeben. Im Januar steht dann fest, welche fünf Werke in der Kategorie für den besten internationalen Film nominiert sind. Die Preisverleihung findet am 14. März statt.

Der letzte Gewinner des Eurovision Song Contest war Bulgarien.

Lisa Leutner / Reuters

Nächster Eurovision Song Contest findet in Burgas statt

(dpa) Der Eurovision Song Contest (ESC) soll im kommenden Jahr in der bulgarischen Schwarzmeerstadt Burgas ausgetragen werden. Das gab das Bulgarische Nationale Fernsehen BNT am Donnerstag (13. 8.) bekannt. Im Rennen um den Veranstaltungsort der 71. Ausgabe des Musikwettbewerbs setzte sich Burgas gegen die Hauptstadt Sofia durch.

Am Donnerstag teilte man ebenfalls mit, dass der ESC künftig nur in Ländern mit stabiler Sicherheitslage stattfinden soll. Das legt das neue Regelwerk der Europäischen Rundfunkunion (EBU) fest. Das Siegerland komme automatisch nicht mehr als Gastgeber infrage, «falls ein bewaffneter Konflikt, eine heikle geopolitische Lage oder eine sonstige Situation die Sicherheit oder Stabilität des betreffenden Staates oder der unmittelbaren Region erheblich beeinträchtigt», teilte die EBU am Mittwoch (12. 8.) weiter mit.

Bei Bedarf könne die EBU eine unabhängige Sicherheitsbewertung der Region des Gewinners in Auftrag geben. Sollte das siegreiche Mitglied als nicht geeignet für die Ausrichtung eingestuft werden, werde die EBU einen alternativen gastgebenden Rundfunksender bestimmen. Die Organisation nennt kein konkretes Beispiel. Allerdings belegte Israel beim diesjährigen ESC in Wien Platz zwei. Beim Gewinn des Song-Contests wäre Israel das nächste Gastgeberland gewesen. Das Land ist am Iran-Krieg beteiligt.

Heinz Strunk zählt mit «Memories of Heidelberg» zu den Nominierten.

Kontakt: Dennis Dirksen, Mobil:

Longlist für Deutschen Buchpreis veröffentlicht

(dpa) Zwanzig Autorinnen und Autoren haben es mit ihren Romanen auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. 17 von ihnen sind zum ersten Mal für die Auszeichnung nominiert, auf der Liste finden sich zudem sechs Romandebüts, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag (11. 8.) bekanntgab. Der Sieger oder die Siegerin wird am 5. Oktober in Frankfurt verkündet - traditionell am Tag vor Eröffnung der Frankfurter Buchmesse.

«Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen - das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen», erklärt Jurysprecherin Cornelia Geissler von der «Berliner Zeitung». «Stilbewusst, innovativ, durchaus auch mit Witz zeigen die Autorinnen und Autoren die Verletztheit ihrer Figuren, begleiten Aufbrüche in eine andere Zukunft. Wie soll man sich zurechtfinden in einer Welt, in der Verunsicherung um sich greift? Wir sind überzeugt: Lesen hilft. Dies sind die Bücher dafür.»

Die Longlist in alphabetischer Reihenfolge:

Insgesamt hat die Jury 205 Titel gesichtet, die zwischen Herbst 2025 und Anfang September 2026 erschienen sind oder noch erscheinen. Am 8. September wird die Longlist dann auf sechs Titel für die sogenannte Shortlist verkürzt.

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen im Literatursegment und ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25 000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die Schweizerin Dorothee Elmiger für «Die Holländerinnen».

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