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Ewigkeitschemikalien: Wasser in Schwechat und Bezirk Amstetten untersucht

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Bei einer neuerlichen Untersuchung des Schwechater Trinkwassers (Bezirk Bruck a.d. Leitha) sind wieder per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) - besser bekannt als Ewigkeitschemikalien, die nicht natürlich abgebaut werden - entdeckt worden. Der Wert lag weiter unter der gesetzlich erlaubten Schwelle, informierte die Stadt am Donnerstag. Im Umfeld nördlich des OMV-Tanklagers St. Valentin (Bezirk Amstetten) wird das Grundwasser ebenfalls untersucht. Wie auch für Bewohner im Raum Mannswörth in Schwechat hat die OMV eine Ombudsstelle eingerichtet.

Wie bei der Überprüfung im März wurde auch bei der Probenentnahme am 22. Juli für die Summe der PFAS ein Wert von 0,0037 Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser in Schwechat gemessen. Die nächste Untersuchung ist für September vorgesehen, teilte die Stadt in einer Aussendung mit.

Grundwasser-Werte in Mannswörth deutlich über Grenze

Die Ewigkeitschemikalien sollen jahrzehntelang durch den bei Feuerwehrübungen verwendeten Löschschaum auf dem OMV-Gelände in den Boden gekommen sein. In dem Bereich nördlich der Raffinerie in der Katastralgemeinde Mannswörth verfügen nach Konzernangaben rund 80 Haushalte über einen Grundwasserbrunnen, für rund 60 Prozent der Betroffenen konnte eine Lösung umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden: durch den Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz oder durch die Bearbeitung bzw. Auszahlung von Kostenersatzansprüchen. Die Ombudsstelle verzeichnete bisher rund 160 Interaktionen bzw. Kontaktaufnahmen. „Das Konzept für die Altlastensanierung befindet sich derzeit in Ausarbeitung und Abstimmung mit den zuständigen Behörden", teilte das Unternehmen auf APA-Anfrage mit.

Im Grundwasser wurden im betroffenen Bereich in Mannswörth bis zu 0,3 Mikrogramm pro Liter festgestellt - dreimal so viel wie der Grenzwert. Empfohlen wird, privates Grundwasser dort vorsorglich nicht zum Trinken, Gartengießen, Poolbefüllung, Tierhaltung oder Fischzucht zu verwenden.

Erste Proben im Bezirk Amstetten unter Schwelle

Im Zuge der Untersuchungen im Bezirk Amstetten haben erste Messungen von Hausbrunnen in den Ortsteilen Raad (Gemeinde St. Valentin) und Arthof (St. Pantaleon-Erla) „Werte ergeben, die unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen", teilte die OMV auf Anfrage mit. Weitere Proben wurden an repräsentativen Brunnen im gesamten Sondierungsgebiet entnommen. Dabei werden auch sämtliche Hausbrunnen in Raad und Arthof erneut untersucht. „Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden diese gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den betroffenen Gemeinden erörtert und die weiteren Maßnahmen abgestimmt", hieß es.

Nachdem bei Messungen im OMV-Tanklager St. Valentin „in einzelnen Grundwasserproben erhöhte Werte an PFAS festgestellt wurden", wird das Grundwasser „vorsorglich" untersucht, hieß es. Auch hier wurden in der Vergangenheit PFAS-haltige Löschschäume eingesetzt. Die Untersuchungen im Bereich nördlich des OMV-Tanklagers werden in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen sowie den Gemeinden St. Valentin, St. Pantaleon-Erla und Ennsdorf durchgeführt.

Die letzte Untersuchung für die betroffenen Ortschaften in St. Valentin und St. Pantaleon-Erla hat einen Wert unter der erlaubten Schwelle ergeben. In Ennsdorf wird das Trinkwasser von der Linz AG bezogen. Bei langfristiger Belastung gelten Ewigkeitschemikalien als gesundheitsgefährdend. Seit Jahresbeginn müssen Wasserversorger ihr Trinkwasser auf PFAS kontrollieren.

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